Den täglichen Trott stören: Skulptur in der Chemnitzstraße
Mit künstlerischen Mitteln können Menschen ihren Stadtteil verändern
Postkarten-Heft: Skulpturen-Allee Postkarten-Heft für Modellprojekt
In der Chemnitzstraße ist Hamburgs erste Skulpturen-Allee zu besichtigen: Vier Künstler produzierten gemeinsam mit Anwohnern zehn Skulpturen, die mit dem Umbau der Straße aufgestellt wurden. SUPERURBAN entwickelte ein Postkarten-Heft zur Vermarktung des Projektes mit Modellcharakter.
Wie Wesen aus einer anderen Welt stehen zehn Skulpturen auf den Gehwegen der Chemnitzstraße. Vier Künstler haben sie gemeinsam mit Anwohnern gestaltet. Acht Jahre dauerte es, bis die Straße verkehrsberuhigt - und Hamburgs erste Skulpturen-Allee wurde. Das Beispiel zeigt, wie mit künstlerischen Mitteln Menschen ihren Stadtteil verändern können.
Das Postkartenheft zum Projekt umfasst acht Karten, von denen vier verschickt werden können. Das Heft berichtet über die Geschichte des Projektes, den Herstellungs-Prozess und die Standorte der Skulpturen – und präsentiert damit ein Projekt mit Vorbildcharakter beim Zusammenspiel von Kunst, Planung und Bürgerbeteiligung im öffentlichen Raum. Durch die Versendung der Postkarten wird die Skulpturen-Allee im Schneeballsystem weiter verbreitet.
Mit der Kunst im Straßenraum möchten die Künstler aus der Nachbarschaft den täglichen Trott stören. Am Ende des langen von der STEG moderierten Planungsprozesses konnten sie zehn kleinere Skulpturen herstellen und Kinder Mosaike für Sitzbänke am Straßenrand fertigen. Insgesamt kosteten der Straßenumbau und die Kunstaktion 125.000 Euro.
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